Schießtermine 2007
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Wie? Sie sind Naturfreund und haben immer noch keinen Jagdschein?
Dann sind Sie auf dieser Website genau richtig. So hautnah wie der Jäger kommt man nämlich kaum an das Leben in freier Wildbahn heran. Wußten Sie denn schon, daß Deutschland zu den wildreichsten Länder in Europa zählt? Haben Sie schon einmal gehört, daß bei den Aktivitäten der Jagdrevierpächter der kleinste Teil auf das eigentliche Erlegen von Wild fällt? Oder ist Ihnen neu, daß deutsche Jäger jährlich 6000 km Hecke pflanzen, 1700 ha neue Teiche anlegen, auf der Größe von 2000 Fußballfeldern Streuobstwiesen pflegen und 270.000 Brutkästen aufhängen und säubern? Alles aus dem eigenen Geldbeutel und aus Freude an der Natur. Diese versuchen sie, trotz massiver Eingriffe der Zivilisation, so zu pflegen, daß dort möglichst viele Tier- und Pflanzenarten überleben.

Falls Sie bisher noch keinen Kontakt zum Alltag der Jagd hatten, empfehlen wir den TV-Film:
Das Jahr des Jägers - Aus dem Alltag einer rauhen Zunft
empfehlen.
Dieser zeigt die ganze Bandbreite der Jagd mit allen Höhen und Tiefen, und zwar absolut real dargestellt. Genau so, wie die Jagd eben in der Praxis ist. Aber auch für Altjäger ein absoluter Geschenktipp
. mehr...

Die Jagdschule der KJS-KLeve

Jägerkurse werden von den verschiedensten Institutionen angeboten. Es gibt z.B. viele private Jagdschulen, die Kurse im Blockunterricht oder Crashkurse mit mehrwöchiger Unterbringung im Hause anbieten.
Am Einführungsabend werden Hinweise zur Organisation, Literatur, Zeitplan und dergl. gegeben.

Wo man einem solchen Kurs bucht, ist eine Frage des Geschmacks, der Zeit und natürlich des Geldbeutels, da bei manchen Schulen gleich mehrere Tausend Euro für einen Lehrgang fällig sind.

Eine wesentlich preiswertere und mit Sicherheit mindestens gleichwertige Ausbildung bekommen Sie bei Ihrer Kreisjägerschaft am Wohnort.

Auch die Kreisjägerschaft Kleve bietet jedes Jahr für Ihre Mitglieder einen Kursus zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung an. Sie engagiert hierzu für jedes Unterrichtsfach Dozenten, die, größtenteils selbst Jäger, Spezialisten in ihrem jeweiligen Unterrichtsfach sind.

Ob es nun der Naturschützer und Ornithologe für das Fach “Vogelkunde”, der Richter für das Fach “Jagd- und Strafrecht”, der Förster für das Sachgebiet “Schalenwild”, der Veterinärarzt im Gebiet “Wildkrankheiten/ Wildbrethygiene” oder der Diplom-Landwirt für den Vortrag “Lanbau” ist. Mit der Auswahl der Referenten gewährleisteten wir, daß Sie einem Höchstmaß an Sachkompetenz und Fachwissen gegenübersitzen, damit alle Ausbildungsinhalte bis ins kleinste Detail besprochen werden und keine Frage unbeantwortet bleibt
.

Sein Fachgebiet: Hirsche, Wildschweine, Rehe und Schweisshunde. Aufmerksame Gesichter beim Seminar “SCHALENWILD” von Forstamtmann und Rotwildexperte Stefan Spinner (Forstamt Kleve), der auch die Schweißhundestation Kleve leitet.



Die Prüfung en müssen übrigen s von allen Schüler n, egal welche Schule sie besucht haben, vor den denselb en, offiziell en Aussch üssen abgelegt werden, wobei für den Prüfungsort immer Ihr Wohnort, und nicht der Ort der Ausbildung entscheidend ist. Sie findet jedes Jahr in ganz NRW am selben Tag, zur selben Stunde mit denselben Prüfungsbögen statt.

Eine Pflicht zum Besuch eines Kurses besteht übrigens nicht, wobei es allerdings fast unmöglich ist, sich das immense Fachwissen ohne Erläuterungen anzueignen. Kurse in anderen Bundesländern zu belegen ist ebenfalls unratsam, da sich z.B. die für den Jäger relevante Gesetzeskunde von Land zu Land unterscheidet.

Infodownload

Falls Sie jetzt mit dem Gedanken spielen, den Jagdschein zu erwerben
downdisk
gibt es hier zum Download unsere Jungjägerinfo-Broschüre:Alle weiteren Informationen über den Kurs thomasklerhalten Sie über den Seminarleiter und Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Kleve, Herr Gerhard Thomas, Tel.: 02821/976495, Fax: 02821 976852, E-Mail: gerhard.thomas.kjs.kleve@t-online.de

Für ca. 1.500,- Euro werden Sie bei uns Jäger
KOSTEN:

PREIS:
Die Kursgebühr für 8 Monate Kurs kostet:


750,- EURO

Im Preis enthalten sind:

1. Teilnahme an allen theoretischen und praktischen Stunden laut Lehrgangsplan

3. Teilnahme an den Exkursionen

43. Benutzung der Flinten und Büchsen der Kreisjägerschaft

4. Schießstandgebühren


In diesem Preis sind, wie in jeder anderen Jagdschule auch, nicht enthalten:

1. Lehrbücher /-mittel ca. 100 €

2. Munition für den Schießunterricht Kugel-/Schrotpratronen
ca. 300 € - 500 €

3. Gehörschutz (Gratis beim Eintritt in den LJV siehe unten)

4. Zulassungsgebühr zur Prüfung
(wird von der Kreisverwaltung Kleve -Untere Jagdbehörde erhoben) 25,-€

5. Prüfungsgebühren (wird von der Kreisverwaltung Kleve -Untere Jagdbehörde erhoben) 180,- €


Für Rückfragen zum Thema Jagdangelegenheiten, Jägerprüfung, Ausstellung und verlängern eines Jagdscheines, steht Ihnen beim Kreis Kleve Herr Detlef Spaan, Tel.: 02821 / 85 - 180, E-Mail: detlef.spaan@kreis-kleve.de zur Verfügung.

Die Mitgliedschaft in unserer Kreisjägerschaft

Für nur 55,- Euro jährlich sind sie Mitglied in der Kreisjägerschaft Kleve und damit gleichzeitig im Landesjagdverband NRW bzw. Deutschen Jagschutzverband.

Wie in jedem Verein steht bei uns der Kontakt und der Meinungsaustausch mit Gleichinteressierten und aktiven Jägern in Ihrer Region im Vordergrund der Mitgliedschaft. Tradition und geselliges Beisammensein

Und außerdem birgt die Mitgliedschaft in der Kreisjägerschaft Kleve noch viele weitere Vorzüge, die hier kurz erwähnt werden sollten:

1. Beitragsfreiheit für zwei Jahre
Für das Jahr, in dem der Kurs startet sowie das Jahr der Prüfung übernimmt die Kreisjägerschaft Kleve den vollen Mitgliedsbeitrag des Landesjagdverbandes für seine neuen Mitglieder (Wert 110,-Euro)

2.Begrüßungsgeschenk
 Alle Neumitglieder erhalten vom Landesjagdverband ein Begrüßungsgeschenk in Form von wahlweise:

eines Gehörschutzes (für die Schießstunden Pflicht!)

oder einer LJV-Schirmmütze

oder einer Vogelstimmen-CD

 

3.GRATIS: Monatszeitschrift des Landesjagdverbandes

Mitglieder erhalten außerdem die vollwertige Jägerzeitschrift RWJ (Rheinisch-Westfälischer Jäger) KOSTENLOS. Hier findet man viele Artikel, News, Tipps und Tricks für Jäger.

4.GRATIS: Mitteilungsblatt “DAS GRÜNE BLATT”

Ebenfalls kostenlos erhalten Sie unser Vereinsorgan Das Grüne Blatt, in dem alle wichtigen Dinge rund um die Kreisjägerschaft Kleve veröffenticht werden

5. Geldwerte Vorteile durch Rahmenvertäge mit vielen Firmen
Außerdem genießen Mitglieder alle geldwerten Vorteile bei den Firmen. deren Liste beim LJV angefordert werden kann.

 

Zur Info: Das verlangt der Gesetzgeber

Wer die Jagd ausübt, muss einen auf seinen Namen lautenden Jagdschein die Waffenbesitzkarte und die schriftliche Jagderlaubnis des Jagdausübungsberechtigten (beim Jagen in einem fremden Revier) mit sich führen; sie sind auf Verlangen Polizeibeamten und Jagdschutz- berechtigten vorzuzeigen.
Voraussetzungen für die Erteilung eines Jagdscheines:

    · Mindestalter von 16 Jahren

    · Prüfung der Zuverlässigkeit und körperliche Eignung der Antragsteller

    · Bestehen der Jägerprüfung

Prüfungsgebiete sind:

    Kenntnis der Tierarten
    Wildbiologie
    Wildhege
     Naturschutz
    Jagdbetrieb
    waidgerechte Jagdausübung
    Sicherheitsbestimmungen
    Jagdhundewesen
    Behandlung des erlegten Wildes
    Wildkrankheiten
    Grundzüge des Land- und Waldbaues
    Wildschadenverhütung
    Waffentechnik
    Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen
    (insbesondere sichere Handhabung, Gebrauch und Pflege der Jagd- und Faustfeuerwaffen)
    Jagdrecht
    Grundsätze und wichtige Einzelbestimmungen
    -des Waffenrechts
    -des Tierschutzrechts
    -des Natur- und Artenschutzrechts
    sowie des Landschaftspflegerechts

    Die Prüfung besteht aus:
    - einem Schriftlichen Teil (ausgewählte Fragen aus dem 500-Fragenkatalog NRW s.u.LINKS)
    -einem mündlichen Teil
    - und einem praktischen Teil (Schießprüfung)

Medien für angehende Jäger

Hier eine Liste der Bücher, die Sie für die Ausbildung zum Jäger gelesen haben sollten. Mit diesen ist, im großen und ganzen, das Wissen, welches Sie für die spätere Prüfung brauchen, abgedeckt.

Wenn Sie sich vor Beginn des Kurses damit schon einmal vertraut machen, ist dies mit Sicherheit kein Fehler und wird Ihnen das Bestehen des “Grünen Abiturs” bestimmt erleichtern:


BlaseBlase:
Die Jägerprüfung

Verlag Neumann - Neudamm
ISBN: 3494013365

ca. 35,- €



KrebsHerbert Krebs:
Vor und nach der Jägerprüfung
Verlag BLV
ISBN: 3405163722

ca. 35,- €



jagdrechtJagdrecht im Lande
Nordrhein-Westfalen
Verlag BLV
ISBN: 3405165121
ca. 25,- €

Neues Bestimmungsbuch
Für Ausbildung und spätere Jagd
Wildtierkundes
Der Verlag BLV hat für Jagdschüler, Jäger und andere Naturfreunde eines neues Bestimmungs- buch der europäischen Wildtiere herausgebracht. Der Band beschreibt 33 heimische Haar- und 88 Federwildarten. Zu jedem Tier werden die Bestätigungshinweise fürs Revier erklärt und neben Brunft- und Setzzeiten sind in den detaillierten Ausfühungen auch Fährten und Spurentafeln. Für den europäischen Auslandjäger befindet sich im Anhang ein Jägerwörterbuch der Wildarten in sieben Sprachen unserer Nachbarstaaten. Ein Muß für den Jungjäger, eine schönes Geschenk für den erfahrenen. Mehr...

Nützliche DVD`s

Diese DVD sollte jeder Jagdschüler (aber auch jeder gestandene Jäger) mal gesehen haben...

derpraeziseNach dem Lehrfilm “Der präzise Büchsenschuß”, ein Muß für jeden Jungjäger, der bereits eine Menge über den richtigen Anschlag und die Waffenhandhabung für junge und alte Jäger vermittelt, hat die Firma Blaser nochmals einen ganz hervorragenden Film über Sicherheit bei Bewegungsjagden gedreht.

BlaserdvdIn der neuen Folge “Jagd in Bewegung - mit Sicherheit Erfolg” zeigen die Filmer neben “schockierenden” Sequenzen von Abpralllern (mit Leuchtspurmunition) und der richtigen Haltung auf ziehendes Wild auch die Schrotgarbenwirkung von Teilmantelgeschossen nach Austritt aus dm Wildkörper. Zusätzlich ist der Film mit spannenenden Jagdszenen gewürzt. 39,90 über den Fachhandel. Ein Trailer des Films läuft bei
www.blaser.de .

JagdunfaelleAls Komplettierung der Sicherheits-- DVD`s empfehlen wir die DVD “Jagdunfälle mit Waffen - Ursachen und Verhütung” vom Verlag
Paul Parey.

 

Tipps für die Ausbildung

1. Die eigene Schrotflinte

Es gibt dicke, dünne, schmale, breite, große und kleine Jäger. Während man für das Schießtraining beim Büchsenschiessen (Eine Kugel auf die stehende Schießscheibe, siehe Unterseite Schießstand) im Normalfall kein Problem mit den Übungswaffen der Kreisjägerschaft hat, empfielt es sich für manche Schüler beim Tontaubenschiessen das Mitbringen einer auf ihre Schulter “verbogenen” (jagl.: geschäfteten) Schrotflinte. Skilaufen kann man eben auch nur mit einer eigenen, passenden Ausrüstung.

Hierfür verlangt das Innenministerium seit 2004 eine
befristete Waffenbesitzkarte für Jagdscheinanwärter

Seit Inkrafttreten des Waffengesetzes ist es für Personen in der Ausbildung zum Jäger, die keine waffenrechtliche Erlaubnis haben, schwieriger geworden, eine geeignete Waffe für das jagdliche Schießtraining zu erhalten. Ohne weitere Probleme wurden unter dem alten Waffengesetz befristete WBKs ausgestellt, wenn der Jagdscheinanwärter bereits die ersten drei Monate des Kurses absolviert hatte. Nun ist die Ausstellung einer befristeten WBK für Jagdscheinanwärter auch in Nordrhein-Westfalen generell per Erlass des Innenministeriums den Behörden wieder ermöglicht worden. Die Voraussetzung für die vorläufige WBK in Nordrhein-Westfalen sind:

· Volljährigkeit
· Zuverlässigkeit, persönliche Eignung
· Sachkunde (mindestens dreimonatige Teilnahme am Ausbildungslehrgang, Waffensachkunde muss bereits vermittelt worden sein; wobei hier die Frage der Block- oder Kompaktkurse noch zu regeln sein wird)


Liegen diese Voraussetzungen vor, so kann ein Bedürfnis für den Erwerb einer Waffe nach § 8 WaffG anerkannt werden. Der Ausbilder muss allerdings bescheinigen, dass eine passende Flinte für den Jagdscheinanwärter nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Des weiteren sieht der Erlass vor, dass ein Bedürfnis für Kugelwaffen oder Kombinationswaffen nicht anerkannt wird (also nur für Schrotflinten), ebenso wird keine Erlaubnis zum Munitionserwerb erteilt. Die WBK wird befristet (bis etwa einen Monat nach dem voraussichtlichen Prüfungstermin) ausgestellt.
Es besteht durch den Erlass in NRW auch die Möglichkeit, als Nicht-WBK-Inhaber eine Ausnahmegenehmigung nur für den Waffentransport zu bekommen, wenn man z.B. eine in der Familie vorhandene Waffe zum Schießtraining in Vorbereitung auf den Jagdschein mitnimmt.

Quelle ist der Runderlass des Innenministeriums NRW vom 26.11.2003 - 44.3-2600 (neu) § 13 -, versandt am 15.01.2004.

Links für die Jäger-Ausbildung

Der Fragenkatalog für die Prüfung in NRW
Die 500 Fragen, die Sie in der schriftlichen Jägerprüfung beantworten können sollten, finden Sie hier unten. Auswendig lernen nützt allerdings wenig: Die Fragen decken den gesammten Lehrstoff ab und die Antworten werden jedes Jahr nach dem Multiple-Choice-Ankreuzprinzip anders gestaltet, sodaß trotzdem detailiert überprüft werden kann, ob der Schüler den Stoff begriffen hat:

Fragenkatalog NRW (500 Fragen):

Wem im Laufe des Kurses der Fragenkatalog NRW zu langweilig wird, kann als Kontrastprogramm bei der Bayerischen Staatsforstverwaltung die Fragen aus Bayern downloaden und durcharbeiten

Einige Links zu Lehrmitteln für die Jägerprüfung:
http://www.jagdlife.de/jaegerpruefung_index.htm
http://www.jagdtrainer.de/home.html

Allgemeines

Immer mehr Frauen machen die Jägerprüfung
Immer mehr Frauen entscheiden und bekennen sich zur Jagd. War die Jagd von alters her eine reine Männerdomäne, so sieht man heute immer mehr Damen unter den Waidleuten. Jägerinnen gehören heute ganz selbstverständlich zum jagdlichen Alltag dazu. Dabei kommen die Frauen aus allen Altersstufen und sozialen Schichten. Sie machen derzeit bundesweit etwa 10% der Jägerschaft aus – Tendenz steigend. Auch in Nordrhein-Westfalen nimmt der Anteil der Jägerinnen stetig zu. Aktuell sind zwischen 15 und 30 Prozent der Neuzugänge im Landesjagdverband NRW Frauen. Dabei sind die Entscheidungsgründe der Frauen für die Jagd sehr vielfältig und individuell.

In diesen Tagen beginnen die aktuellen Vorbereitungskurse für die Jägerprüfung – Damen erwünscht! Den Kursteilnehmer/innen werden jagdpraktische Fähigkeiten vermittelt und sie erhalten eine qualifizierte Ausbildung in Wildbiologie, Hege, Jagdrecht, Waffenkunde, Naturschutz, Ökologie sowie Land- und Waldbau. Neben der theoretischen und praktischen Ausbildung werden auch die notwendigen Schießfertigkeiten vermittelt und eingeübt. Übrigens, auch beim Schießen stehen die Frauen den Männern entgegen landläufiger Meinung in nichts nach

Allgemeines

Gedanken und Fakten von Rainer Liese

In meinem Lebenslauf stehen, dem Beitrittsdatum nach sortiert, die Mitgliedschaften in folgenden Vereinen:

Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

World Wildlife Fund (WWF)

Kreisjägerschaft Kleve e.V.
im Landesjagdverband NRW e.V. (LJV-NRW)
im Deutschen Jagdschutzverband e.V. (DLV, Anerkannter Naturschutzverband)


Für mich eine absolut logische Reihenfolge, denn kein Mensch in unserer heutigen Gesellschaft ist so an der Natur dran wie der Jäger. Keiner kann sich vor Ort in seinem eigenen Revier, oder dem von Freunden, so aktiv am Naturschutz beteiligen wie er.
Auf meist mehreren hundert Hektar Fläche kümmert man sich um ungestörte Brutplatze für Vögel, Trockenmauern für Eidechsen, Teiche für Hunderte von Tierarten und natürlich auch dem artgerechtem Lebensraum für “seine” jagbaren Tierarten. Vom Einsammeln von Picknick-Müll bis zur Entsorgung von überfahrenen Tieren mal ganz abgesehen.

Denn, wie es jeder Bauer mit seinen Kühen auf der Weiden tut, hat der Jäger die Verantwortung dafür übernommen, den Wildbestand so zu kontrollieren, daß möglichst viele Tierarten in dem verbliebenen, begrenzten Lebensraum vorkommen.

Aber in Zeiten, in denen Fleisch von der Metro und Lederschuhe vom Centro und nicht aus dem Kuhstall kommen, wird die Erklärung hierzu immer schwieriger.

Ich will es trotzdem mit ein paar Sätzen versuchen.

1. Die intakte Naturlandschaft bis vor 5000 Jahren
Frühere Ernährung
Bis vor “nur” 5000 Jahren war ganz Europa von einer dichten Decke Urwald, bestehend u.a. aus Eichen, Buchen, Nadelhölzer etc. überzogen. Die gesamte Weltbevölkerung bestand aus 10 Millionen Menschen. Das entspricht der heutigen Einwohnerzahl von Paris. Menschliche Siedlungen bestanden aus 20 -50 Personen, die vom jagen und sammeln lebten. Sie ernährten sich als “Allesesser”, wie auch die übrigen Primaten, von Pflanzen und Fleisch. Magen, Darm, Zähne und der übrige Organismus des Menschen sind im Laufe der Evolution so konstruiert, das wir sowohl pflanzliche als auch tierische Kost benötigen. Eine ausschließliche Ernährung von Pflanzen wie die Wiederkäuer als auch der auschließliche Genuss von Fleisch führen zu erheblichen Mangelerscheinungen, die Vegetarier z.B. durch synthetische Nahrungsmittelergänzungen ausgleichen müssen. Mediziner warnen immer wieder davor, Kinder fleischlos zu ernähren. Eine erfolgreiche Jagd war in allen Zeiten ein Fest, da sie das eigene Überleben sicherte.

Die Raubtiere
Durch die Wälder streiften Bären, Luchse, Wölfe und Säbelzahn-Tiger, die sich von den Wildarten ernährten, die wir heute noch hegen. Sie rissen die Beute, die sie mit wenig Aufwand bekamen: Alte, schwache und junge Tiere. Warum sollten sie sich auch in einem kräftezehrenden Kampf mit einem in voller Blüter stehenden Eber (Keiler) einlassen, wenn abseits im Unterholz ein vor Würmern und Parasiten kränkelnder, alter Hirsch steht, dessen Zeit als Vererber (Platzhirsch) lange vorbei ist. Hirsche und Rehe mussten sich im Wald ihre Nahrung mühsam zusammen suchen und hatten durch Raubtiere, harte Winter und Futterknappheit eine hohe Sterblichkeitsrate. Felder (Wild-)Wiesen und Äcker, auf denen sich sich satt fressen konnten, gab es nicht.

2. Die heutige Naturlandschaft, die zur Kulturlandschaft wurde
Heutige Ernährung
Der Mensch hat sich von der Natur völlig entfernt. Trotzdem setzen sich die Grundnahrungsmittel wie aus den Zeiten des Jagens und Sammelns zusammen. Pflanzen werden in großem Stil auf Feldern angebaut und das Fleisch entsteht in der sog. industiellen Fleischproduktion anonym und hinter verschlossenen Stalltüren. Die meisten von uns machen sich keinerlei Gedanken darüber, woher das hygienisch eingeschweisste (und möglichst Blut-freie) Stück tierisches Protein eigentlich her kommt. Laut Umfrage glauben ein Großteil von Kindergartenkindern, dass Kühe lila sind und das Fleisch beim Metzger in einem Raum hinter der Verkaufstheke “entsteht”.

Keine regulierenden Raubtiere mehr
Groß-Raubtiere haben in unserer zersiedelten Kulturlandschaft leider keine Chance mehr. Die Menschheit, deren Zahl mittlerweile auf 6,5 Milliarden angewachsen ist, hat alle Kontinente unübersehbar nach ihrem Willen geformt. Allein in Deutschland werden inkl. Gewerbe- und Strassenbau pro Tag 130ha Landschaft zersiedelt, das sind nahezu 500 Quadratkilometer Flächenverbrauch pro Jahr. Fleischfressendes Großwild (Prädatoren) hat da keinen Lebensraum mehr. Ein einzelner Bär z.B. beansprucht ca.100 Quadratkilometer menschenleeren Wald für sich alleine, den es bei uns nicht mehr gibt. Seine früheren Beutetiere vermehren sich aber immer noch in gleich hoher Zahl wie zu Zeiten der hohen Verluste durch ihre Fressfeinde, um die Population aufrecht zu erhalten. Schwarzwild hat eine Vermehrungsrate von 200% pro Jahr! Das bedeutet, wenn Sie zu Anfang des Jahres z.B. 100 Schweine in Ihrem Revier haben, werden bis zum Jahresende 300, im nächsten Jahr schon 900! Und die fressen alles, was sie finden: Maispflanzen, Getreide, Kartoffeln, Rüben, Salat, Erdbeeren, Pilze, Mäuse, Kitze, Füchse, Aas, Eier von Bodenbrüter, Eidechsen, Schlangen, Fische. Sie kennen keine Rote Liste und machen deshalb auch zwischen einem Fasan und einem Brachvogel keinen Unterschied. Dies würde in unserer Kulturlandschaft zur völligen Überbesiedelung und zur Ausrottung vieler seltener Pflanzen- und Tierarten führen, wäre da nicht der Jäger, der die Funktion des Raubtieres übernommen hat.

Nahrungs-Überangebot und Klimawandel
Weder Nahrungsknappheit noch strenge Winter kennen die früheren Beutetiere der Bären heute noch, ist der Tisch durch die Feldfrüchte des Menschen doch immer reich gedeckt und der Winter längst nicht mehr erfüllt von Eis und Schnee. Schäden an der für Mensch und Nutzvieh unentbehrlichen Ernte auf den Feldern sind an der Tagesordnung. Eine Rotte Wildschweine schafft es in wenigen Tagen die sorgsam kultivierten Flächen eines Bauern zunichte zu machen. Der, verständlicherweise nicht immer freundliche Anruf beim örtlichen Jäger erfolgt dann prompt, muß der Landwirt doch das Futter seiner Tiere oder den Ertrag für den Großmarkt sichern, um letztendlich unser aller Nahrung zu produzieren. Sicherlich wissen auch viele nicht, dass ein funktionstüchtiger, gesunder Wald maximal 2 Hirsche (jagdl.: “Rotwild”) auf ganzen einhundert Hektar verträgt. Wären es mehr, würden junge und alte Bäume übermäßig angefressen, welches über Jahre zum Absterben des Waldes führen würde. Wäre da nicht der Jäger.

Überalterung
Kein Tierhalter von Ihnen würde sein Haustier, welches er liebt und für das er die Verantwortung übernommen hat, elendig sterben lassen. Dürfen wir dann, da wir den grossen Wildtieren einen “natürlichen” und artgerechten Tod genommen haben, sie einfach jämmerlich eingehen lassen, bloß weil man dieses schreckliche Ende weitab menschlicher Behausungen nicht sieht? Darf man ein Tier, welches aufgrund des schwindenden Immunsystems von Innen- uns Aussenparasiten durchsetzt ist, und welches, von seinen Artgenossen als schwach und hinderlich angesehen, brutal ausgestoßen wird, einfach der “Natur” überlassen, die es ja gar nicht mehr gibt? Ohne Raubtiere wäre aber ein blinder und zahnloser Hungerstod das normale Ende von Hirsch, Wildschein oder Reh, wäre da nicht der Jäger.

3. Die Jagd aufgrund der unabdingbarer Notwendigkeit
Die Menschen werden durch dieses Wissen über unsere Tier- und Pflanzenwelt in unserer Umwelt immer aufgeklärter. Lange schon ist die Zeit vorbei, in der einige die Jagd als eine Art Sport für Reiche wie im Mittelalter sahen. Darin zeigt sich auch, das die Aufklärung von Natürschützern und der Jägerschaft Früchte getragen haben. Übrigens sind sehr viele ehrenamtliche und hauptberufliche Natürschützer ebenfalls Jäger, da sie wissen, das die Jagd eine unverzichtbare Maßnahme ihrer Naturschutz-Bemühungen darstellt.
Auch wenn sich dies zunächst wie ein Widerspruch anhören mag, aber das Jagdwesen hat in der heutigen Zeit auch eine unverzichtbare Rolle für die Erhaltung des Artenreichtums unserer Tierwelt. Denn nur in einem ausgewogenen, zahlenmäßigen Gleichgewicht der Tierarten untereinander lässt sich eine funktionsfähige Fauna erhalten. Sonst würden Nahrungsspezialisten und besonders anpassungsfähige Kulturfolger überhand nehmen und damit viele seltene, vom Aussterben bedrohte Tiere verdrängen. Wäre da nicht der Jäger.

4. Und dann gibt es noch die Faszination, die Leidenschaft (jagl.: Passion)
Jagd, das bedeutet nicht, wie manche meinen, “...schießt das Wild daher, gleich wie es ihm gefällt”, sondern das unbeschreibliche Erlebnis, morgens vor dem ersten Tageslicht zu einem Hochsitz (Ansitz) im Wald zu schleichen (pirschen), die Pflanzen und Tiere mit allen Sinnen aufzunehmen, um sich herum die Natur erwachen zu sehen, zu beobachten, zu riechen und zu hören. Auf sich allein gestellt in freier Natur zu sein um sich als ein Stück davon zu fühlen.
Mucksmäuschenstill nimmt man jedes kleine Geräusch, jede kleine Bewegung war. Egal ob es der Specht am Baum, der nach Nahrung stöbernde Dachs oder der majestätisch abstreichende Greifvogel ist, die in diesen Situationen die Einsamkeit mit einem teilen. Genau so müssen sich die Jäger der Urzeit gefühlt haben, als Menschen noch nicht mit Moutainbikes, Rollerskates, Walkmen oder keuchend-joggend durch den Wald hasteten, was für einen Urzeit-Jäger den sicheren Hungertod bedeutet hätte.
Gejagd und erlegt wird übrigens ausschließlich nur das, was die staatl. Jagdbehörde zahlenmässig mit dem sog. Abschlußplan verlangt, um den Wildbestand auf ein Biotop-entsprechendes Maß zu halten. Neben diesen Vorgaben grenzen die gesetzlichen Schonzeiten und der Jagdherr, bei dem man zur Jagd geht, das an diesem Tag jagbare Wild ein. Und das kann sich manchesmal nicht nur auf eine Tierart oder von diesem sogar nur ein Geschlecht reduzieren, sondern sogar auf nur ein einziges Individuum, welches z.B. von einem Verkehrsunfall verletzt und geflüchtet ist, und von seinen Qualen erlöst werden muß. Manchmal vergehen Wochen erfolglosen Sitzens, bis das entsprechende Wild vor einem erscheint. Und oft genug verschwindet es auch wieder in einem Dickicht (Dickung), ohne in Schußentfernung oder -position dem Jäger gegenüber zu treten. Dies gehört zur Jagd, und das Warten des Jägers auf “sein” Wild ist genau so spannend wie das Warten des Anglers auf “seinen” Hecht. Nicht umsonst gibt es eine große Zahl von Jäger-Ehepartnern und anderen Nichtjägern, die, einmal mit auf einem Hochsitz gesessen, immer wieder darum bitten, nochmal mitgenommen zu werden. Wenn Sie im Verwandten- oder Bekanntenkreis einen Jäger haben, fragen Sie einfach mal danach.

5. Und zum Schluß: WILDFLEISCH - noch mehr “ÖKO” geht nicht
Wildfleisch entsteht unter den besten Haltungsbedingungen. Die Tiere haben ein Super-Immunsystem und benötigen keine deshalb keinerlei Medikamente um gesund zu bleiben. Sie wachsen im Freiland und günstigsten Biobedingungen mit ausreichendem Auslauf und gesundem Futter auf. Sie müssen keinen Tiertransport und keinen Schlachthof erleben. noch mehr “Öko” geht nicht! Und schließlich gibt es noch den kulinarischen Genuß: Wildfleisch ist fettarm, schmackhaft und reich an Vitaminen und Spurenelementen. Es ist sicher ein ursprüngliches Nahrungsmittel und bietet ein Höchstmaß an Genuss.

Denn letztendlich ist es ein wirklich erhebendes Gefühl, sofern man es nicht an den örtlichen Wildhandel verkauft hat, das eigene Stück Wildfleisch, welches man selbst erlegt, zerlegt (zerwirkt) und angerichtet hat, mit einem guten Rotwein zu geniessen,
Guten Appetit und
Waidmannsheil
Ihr Rainer Lies

Fundstück
Aus einer Broschüre der SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHER WALD:
“Hügel sind immer schöner als Häuser aus Stein. In einer Stadt wird das Leben zu einem künstlichen Dasein. Viele Menschen spüren kaum noch richtig Erde unter den Füßen, sie sehen kaum noch Pflanzen wachsen, außer in Blumentöpfen, und lassen nur selten die Lichter der Strassen hinter sich, um den Zauber eines sternenübersähten Nachthimmels auf sich wirken zu lassen. Wenn Menschen so weit weg sind von all dem Leben, das der große Geist gechaffen hat, dann vergessen sie leicht seine Gesetze.”

Tatanga Mani, Häuptling der Stoney-Indianer