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Da ist was los auf dem Hof!
Namensgebung für Waldschule in Praest
von Harald Rix. Der H egering Emmerich – Rees unter Vorsitz von Dr. Leo Rehm hat sich mit der stationären Waldschule in Praest einen über die eigenen Grenzen hinausgehenden Ruf zu Fragen des Naturschutzes, Erhalt der heimischen Tiere und deren Lebensräume geschaffen.
Diese Kompetenz spiegelt sich insbesondere in der Arbeit der Waldschulen wieder.
Das Team der stationären Waldschule Praest mit Harald Rix, Hans Wittenhorst und Herbert van den Busch, feierte vor einigen Tagen mit einigen Gästen und Kindern der Grundschule St. Georg in Praest die Namensgebung dieser Einrichtung.
Sie soll zukünftig Waldschule Otto Markett heißen. Der 2008 verstorbene Namensgeber war Begründer und Initiator der Waldschuleinrichtung im Rahmen von „Lernort Natur“. Die auf seinem Anwesen eingerichtete Station besitzt mit zahlreichen Präparaten, dem umfangreichen Unterrichts – und Arbeitsmaterial wie z.B. Ferngläser, Becherlupen, Duftbrettern, Fell – und Baumbrettern eine ideale Voraussetzung, die vom Waldschulteam konzipierten Erlebnistage für K inder und Jugendliche zu gestalten.
Ein Hecken - Biotope und ein natürliches Gewässers, zum Anwesen gehörend bzw. dort angrenzend, sind als besondere Einrichtung stets attraktiv für alle kleinen und großen Besucher.
Otto Marketts Auffassung zum Verhältnis Kinder – Natur war Impuls und Motor für die Arbeit des Teams:
„ Kinder sind unsere Zukunft, Kinder können begeistern und sind neugierig,“ erklärte er immer wieder seinen Zuhörern. Damit ist die ideale Vorauss etzung dafür geschaffen, Defizite bei Kindern im Wissen um Flora und Fauna mit Spaß und Spiel zu mindern.
Die begonnene Arbeit wird durch die Mitglieder des Teams uneingeschränkt weitergeführt. Dabei werden mit neuen Angeboten und Initiativen weitere Zielgruppen erschlossen.
Im Rahmen des kleinen Festaktes mit einigen geladenen Gästen
und den Schülern der St. Georg Grundschule Praest wurde erneut deutlich, dass die Arbeit von Waldschulen einen außerordentlichen Gewinn für das Image der Jägerschaft bringt.
Der Spaß der Kinder bei dem Spiel: „ den Rätseln auf der Spur, ein nicht ganz ernstgemeinter Wettbewerb“ unter dem Motto: Wer oder was bin ich war hörbar und bildete die richtige Kulisse für diese gelungene Veranstaltung.
Ein besonderer Spaß zum Schluss: Die „Tiere – erraten – Staffel“ bildete den Abschluss des Kinderprogramm. Zwei Mannschaften kämpften um Sieg und Ehre bei der Identifizierung und Zuordnung von Bildern, Präparaten und Namenschildern.
Zur Belohnung gab es für jeden Teilnehmer einen Preis und der Beifall der Erwachsenen honorierte die Leistungen der einzelnen Teilnehmer.
Mit Kuchen, Getränken und Süßigkeiten konnten dann die Energiereserven wieder aufgefüllt werden.
Fazit der Kinder: Könnte doch Schule auch so viel Spaß machen!
Fazit der Erwachsenen: Mit der Namensgebung wird das Gedenken an einen aktiven Gestalter der Waldschuleinrichtung für die Zukunft erhalten. Der Tag zeigte aber auch, wie wichtig für uns alle der intensive Bezug zu Natur und Naturgeschehen ist und nicht als falsche Frömmelei abgetan werden darf.
Über die „Rollende – oder stationäre Waldschule des Hegeringes Emmerich – Rees reden viele. Aber nur wenige wissen, welche Arbeit dahinter sich für alle dort ehrenamtlich Tätigen verbirgt. Vor allem erkennen Sie nicht, welchen Stellenwert diese Arbeit für jeden einzelnen Jäger hat und wo der Nutzen für Ihn liegt. Nach einer wissenschaftlichen Studie der Universität Bremen sind für jeden Jäger als Motiv für die Jagd maßgebend:
Erlebnis in der Gruppe Erhalt und Pflege der Tier – und Pflanzenwelt Naturerlebnis als Kontrast zum Alltag
Diese mögliche Binnenwirkung erreicht aber nicht die breite Öffentlichkeit, die bekanntermaßen in großen Teilen den Jägern und der Jagd kritisch gegenüber steht. Hier ist ein wichtiger Ansatzpunkt für „Lernort Natur“, eine wirksame und nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.
Der 2. nicht zu unterschätzende Ansatz ist es, die Defizite bei Kindern und Jugendlichen – aber auch Erwachsenen – bezüglich der Kenntnisse über Flora und Fauna sowie der Zusammenhänge in der Natur durch Informationsveranstaltungen in den verschiedenen Formaten und Inhalten der „Rollenden – und stationären Waldschule“ aufzuarbeiten bzw. zu mindern. Es soll aber auch ein konkretes Interesse an den Vorgängen in der Natur erreicht werden, um Nachhaltigkeit und Jagd zu erklären.
Diejenigen, die an den Erlebnistagen bei den Einrichtungen von „Lernort Natur“ teilgenommen haben, sind die Multiplikatoren für unser Anliegen.
Wenn wir das „Aktionsjahr“ 2007 betrachten, konnten z.B. durch das Team der stationären Waldschule des Hegeringes in Praest über 500 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 14 Jahren sowie ca. 150 Erwachsene, die als Erzieher oder Betreuer dabei waren oder uns in eigenen Veranstaltungen besucht haben, informieren und schulisch betreuen.
 In einer speziellen Veranstaltung waren dies eine Gruppe der Lebenshilfe Rees, die ein überdurchschnittliches Interesse und ausgeprägte Freude an den Darstellungen und Vorführungen hatten, Bewohner des Altenzentrum Willikensoord Emmerich, die mit äußerster Anspannung den vielfältigen Informationen während einer virtuellen Wanderung durch die heimische Natur folgten.
Aber auch der Natur Parcours, als Ferienprogramm für Kinder von 5 bis 16 Jahre konzipiert, die besonderen Programme über das Thema Bäume – Sträucher – Frucht – Samen in den 7. Klassen der Realschule in Emmerich und den 2. Klassen der Grundschule in Emmerich – Praest konnten überzeugen. Inzwischen sind Themen der Waldschule festgeschriebener Bestandteil des aktuellen Lehrplan.
Auch an anderen Schulen im Hegering von Mehr bis Elten ergänzte „Lernort Natur“ mit den Betreuern der „Rollenden Waldschule“ den Lehrplan im Naturkundeunterricht. Diese Termine sind bereits seit einigen Jahren von den Schulen fest eingeplant.
Alle Maßnahmen standen unter dem Aspekt: Jäger sind keine Bösewichter. Sie stehen wie viele andere Bürger auch für Schutz und Erhalt von Flora und Fauna in ihrem Lebensraum ein, damit der nachwachsenden Generation eine intakte und artenreiche Natur übergeben werden kan
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